Die Region der Elche liegt zwischen Trondheim in NorTrondelag und Bronnoysund in Nordland. Diese Regionen haben sehr abgelegene Landschaftsbereiche mit meist niedrigen Bergen und sehr wenig Landwirtschaft. Dort können die Elche noch weit wandern und sich von dem ernähren, was die Natur hergibt.
Im Vergleich zu Sündnorwegen gibt es noch große Elchpopulationen. Eine Behörde überwacht akribisch die Bestände und legt für jedes Jahr die Abschußquoten fest, damit sie ein natürliches Maß behalten. Wirkliche Feinde haben ausgewachsene Elche in Norwegen nicht mehr. Es gibt zwar vereinzelt Bären, Wölfe und Vielfraße, die aber sicher keinen Einfluß auf die Bestände haben.
Die Jagd ist in vielen Fällen ein großes gesellschaftliches Ereignis und Familien-Tradition, oft weit verstreut wohnende Familien treffen sich dazu. In meiner Region findet sie meist ab Mitte September bis Weihnachten statt. Es wird versucht, die Tiere in den ersten 1-2 Wochen zu erlegen, weil es dann immer dunkler und kälter wird. Die geschossenen Tiere werden in kleineren Jagdbezirken von den Jägern zerlegt und verwertet. Seit 10-15 Jahren gibt es den Trend, die Elche zu professionellen Wildschlachtereien zu liefern, sie erhalten einen Fleischanteil zurück.
Solche professionellen Betriebe sind mir in Deutschland nicht bekannt. Es werden in der Jagdsaison 200-300 Elche angeliefert, untersucht und in Kühlhäusern gelagert. Im Anschluß werden die Elche nach den Fleischarten der Körperpartien zerlegt, portioniert und vakuumiert eingefroren. Es gibt wie bei Rindern verschiedene Qualitäten und Eignungen für die Zubereitung,